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Standardmodell — einfach erklärt

Definition

Standardmodell: Das Standardmodell ist die ordentliche Grundversicherung ohne vertraglich vorgeschriebene erste Anlaufstelle.

Einordnung / Beispiel / Quellen

Definition

Das Standardmodell ist die ordentliche Form der obligatorischen Grundversicherung. Im Gegensatz zu Hausarzt-, HMO- oder Telmed-Modellen schreibt es grundsätzlich keine bestimmte erste Anlaufstelle vor.

Erklärung

Versicherte können zugelassene ambulante Leistungserbringer grundsätzlich direkt konsultieren. Die Wahl ist dennoch nicht grenzenlos: Für stationäre Behandlungen gelten Spitallisten und Tarife. Bei einer medizinisch nicht notwendigen ausserkantonalen Behandlung kann eine Tarifdifferenz verbleiben. Auch für einzelne Leistungen können gesetzliche Voraussetzungen, Überweisungen oder Kostengutsprachen nötig sein.

Alternative Modelle können eine tiefere Prämie anbieten, weil die Wahl der Leistungserbringer vertraglich eingeschränkt wird. Wie gross die Differenz ist, hängt von Versicherer, Region und Tarif ab; ein fixer Prozentsatz lässt sich nicht seriös angeben.

Praktisches Beispiel

Hans konsultiert mehrere Fachärzte und möchte keine vertraglich festgelegte erste Anlaufstelle. Er vergleicht deshalb das Standardmodell mit den verfügbaren Alternativmodellen und prüft neben der Jahresprämie auch deren Ärztenetze und Überweisungsregeln.

Relevanz beim Krankenkassenwechsel

Ein Modellwechsel ist keine reine Preisentscheidung. Prüfen Sie, ob Ihre bevorzugten Leistungserbringer im Netz eines alternativen Modells verfügbar sind und ob Sie dessen Kontaktweg einhalten möchten. Die konkrete Prämiendifferenz zeigt der Tarifvergleich.

Offizielle Quellen: BAG: Versicherungsmodelle mit eingeschränkter Wahl | BAG: Leistungen und Tarife

Weiterführende Artikel: HMO vs. Hausarzt vs. Telmed: Welches Modell passt? | Prämien 2026: Was ändert sich?